Sommer in Stralsund

Jede Reise hat ihren Anfang, auch diese nach Stralsund: Schon aus der Ferne, sah ich wie der ICE in den Freiburger Hauptbahnhof auf Gleis eins einfuhr. Als der lange Zug endlich zum Stehen kam, stiegen wir mit unseren vielen schweren Rollkoffer ein und er fuhr los….. Ja es ging endlich los, die Sommerreise der Lebenshilfe Breisgau! Unsere Mütter und Väter winkten uns zu, als wäre es ein Abschied für immer, doch es war nur eine Ferienreise für neun Tage in den Norden.

Nachdem alle ihre Plätze einnahmen, fuhr der Zug rasant durch die frühe Landschaft. Es war noch sehr früh … viele waren noch müde oder blickten neugierig aus dem Fenster. Die Reise begann erst, als in Karlsruhe noch ein Reisender einstieg und so unsere Gruppe für diese Woche vollständig war!

Zwar waren alle da, aber unsere gemeinsame Fahrt am diesem Samstag im August dauerte sehr lang, sodass es noch Zeit war uns näher kennen zu lernen.  

Endlich nach einer Weile erreichten wir Berlin und verließen den Zug. Doch das war nicht das Ziel dieser Reise, sondern ein anderes. Also stiegen wir um und näherten uns langsam dem Reiseziel Stralsund. Am späten Nachmittag erreichten wir mit großer Freude die Ostsee.

Im Anschluss an die lange Zugfahrt, ging es mit dem Bus zur Jugendherberge in den Ortsteil Devin in Stralsund.

Unsere Unterkunft für diese Woche lag ganz nah am Meer, sodass es wie ein Traum war und die Häuser auf dem Gelände sahen aus wie die Vila Kunterbunt von Pipi Langstrumpf. Alle waren begeistert vom Ort und deren Lage!

Nach einer Weile gab es im großen Speisesaal ein leckeres Abendessen. Es war das erste Essen in der Ferne, bei Fremden, aber es war gut und alle waren satt. Der Tag neigte sich langsam dem Ende zu, doch die Sonne schien noch – sodass wir als Gruppe noch einen kleinen Spaziergang zum Strand machten. Ein toller Ausblick – aufs Wasser und in die Ferne sowie ein Blick auf die Insel Rügen – so kann der Urlaub beginnen und der erste Tag phantasievoll enden.

Einer unserer Teilnehmer war ein großer Fan von Tieren. Er war so ergriffen, dass wir nach dem Frühstück mit dem Bus in den Zoo fuhren. Die Fahrt mit dem Bus ging lang, sodass wir einen ersten Einblick von der Stadt bekommen konnten.

Nach einer Weile waren wir am Zoo und nach dem Karten Erwerb an der Kasse, waren wir schon drin. Es war wunderschön – die Sonne lachte vom Himmel uns an und der Zoo war wie eine andere Welt die wir betreten haben.

Wir sahen an diesem Tag viele Tiere, auch einige Esel, die weiß waren und auch andere Bewohner des

Zoos. Nach einer Weile regnete es leicht, aber das machte uns und den Tieren nichts aus. Im Gegenteil wir schauten und staunten.

Am späten Nachmittag haben wir noch eine Pferde Show sehen können, bevor es mit dem Bus wieder in die Jugendherberge ging.

Jeden Tag ein neues Ziel in Stralsund. Diesmal eine wunderschöne Kirche inmitten der Stadt und wer wollte, konnte den Kirchenturm besteigen und eine ganz andere Sicht auf die Stadt bekommen. An einem Tag – es war ein Dienstag – schauten wir uns die Stralsunder Werkstätten für Meschen mit Behinderung an. Wir bekamen eine Führung und warfen einen Blick hinter die Kulissen einer geschützten Tätigkeit für Meschen mit Behinderung.

Nachdem wir alles gesehen hatten, fuhren wir mit zwei Bussen zum Hafen und nahmen unser Mittagessen ein. Diesmal nicht unser Lunchpaket, sondern ein super leckeres Fischbrötchen im Herzen der Stadt.

Der Regen hatte am nächsten Tag die Stadt fest im Griff, aber uns machte es nichts aus: In aller früh nach dem Frühstück sind wir mit dem Zug auf die Insel Rügen gefahren. Auch dort war das Wetter nicht so gut, aber wir schauten uns die Städte Binz und Rügen an. Gegen Mittag kehrten wir in einem Café ein und aßen ein Stück Kuchen. Alles hat seine Zeit und auch dieser Ausflug nahm sein Ende.

Es war der  vorletzte Tag – die Wolken hingen in der Luft und es regnete über der Hafenstadt Stralsund. Zeit für ein Besuch im Meeresmuseum. Wir bekamen eine Führung durch das Areal des Museums und durften nach einer Weile das tolle Museum selber entdecken. Es war ein tolles Gebäude in dem wir waren. Ein ehemaliges Kloster und jetzt ist es ein Meeresmuseum!

Nach einem kleinen Picknick neben einer großen Schildkröte – die natürlich im Wasser schwamm, ging es weiter zu den Fischen.    

Zauberhaft war zu sehen, wie Fische schwimmen. Nachdem wir alles angesehen hatten, verließen wir diesen wunderbaren Ort und nahmen den Bus zur Jugendherberge.

Ein Tag ging zu Ende, doch der nächste folgte gleich: Am nächsten Tag – es war der letzte Vormittag an dem wir die Altstadt besuchten. Gegen 11:00 Uhr machten wir eine Hafenrundfahrt und blickten mit anderen Augen auf die Stadt, als zuvor.

Zum Schluss kehrten wir für eine Weile in einem Café ein. Die letzte Nacht brach an und am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen. 

Abschied von der Woche in Stralsund und den tollen Leuten. Das Erlebte bleibt in unserem Herzen und somit bedanken wir uns bei dem Reiseteam der Lebenshilfe Breisgau für diesen tollen Urlaub.

Jürgen Heider