Wohnprojekte

Im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention sehen wir uns verpflichtet, neue inklusive Projekte zu realisieren. Die Konvention ist ein wesentlicher Gesichtspunkt, sowie ein besonders wichtiger Fokus und Inhalt unserer Arbeit. Sie steht für die Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen wie Wohnen, Arbeit, Freizeit und Bildung.

 

Im Rahmen der folgenden Wohnprojekte, haben Menschen mit Behinderungen die Chance, in die Gemeinschaft miteingebunden zu werden und gleichzeitig am Zusammenleben mitwirken zu können. Eine volle Teilhabe wird somit ermöglicht. Geplante Gemeinschaftsräume sollen zudem Orte der Begegnung schaffen.

Quartier Ramie - Emmendingen

Ein generationsübergreifendes Baugemeinschaftsprojekt

  Zwei Plätze/Zimmer sind noch frei!

 

Das Quartier liegt in ruhiger Lage und ist gleichzeitig fast zentral in der Stadt. Es sind ca. 10-15 Gehminuten zum Bahnhof und in die Fußgängerzone Emmendingen. Hier gibt es zahlreiche Geschäfte, Cafés und Gaststätten. Direkt neben dem Grundstück fließt der Mühlbach vorbei und parallel dazu befindet sich ein Fuß- und Radweg der in die Stadtmitte und in die reizvolle Umgebung der Stadt führt.

 

Die Baugruppe Quartier Ramie besteht aus Menschen verschiedenen Alters, die ein Gemeinschafts-Wohn-Projekt mit Eigentumswohnungen und gemeinschaftlich genutzten Flächen verwirklichen wollen. Es soll generationsübergreifend sein, denn die Älteren haben  etwas, was den Jungen fehlt: Zeit! Und sie wollen sie nicht für sich, sondern auch teilen, damit letztlich alle mehr davon haben.

 

Im Quartier Ramie entstehen um einen ca. 1500qm großen Innenhof, dem sogenannten Dorfplatz, fünf Gebäude mit 30 Wohneinheiten. Der Dorfplatz soll als gemeinschaftliche Außenfläche und Kommunikationsfläche dienen. Hier kann man nach Belieben z.B. am Sonntagmorgen seinen Frühstückstisch aufstellen oder seinen Geburtstag feiern. Für regnerische Tage gibt es zudem einen Gemeinschaftsraum.

 

Für 4 junge erwachsene Menschen mit Behinderung entsteht eine barrierefreie Wohngemeinschaft auf einer Fläche von ca. 130 m², die den individuellen Unterstützungsbedarfen in den Bereichen Assistenz und Pflege gerecht wird. Mit dem gemeinschaftlichen Konzept der Baugruppe, wird die Vision des Inklusionsgedankens durch das „Miteinander“ zur Wirklichkeit. Eine Teilhabe an der Gesellschaft wird somit ermöglicht und durch Begegnungen von Menschen mit und ohne Behinderungen können Vorurteile und Barrieren in den Köpfen abgebaut werden.

 

Weiter Informationen erhalten Sie bei Claudia Hewel (hewel@lebenshilfe-breisgau.de) unter der Nummer 07641 93341-212 oder unter www.quartier-ramie.de

VAUBANaise - Freiburg

Vielfältig inklusive!

 

Das Projekt VAUBANaise bietet ein Dach für ein neues inklusives und generationsübergreifendes Wohnen. Im Freiburger Stadtteil Vauban besteht seit Juni 2013 ein, als Genossenschaft organisiertes, barrierefreies Haus für Menschen mit individuellen Lebensentwürfen, unterschiedlichen Alters und mit und ohne Handicap. Entscheidend ist der Wille zur nachbarschaftlichen Unterstützung. Das Innovationspotential des inklusiven Wohnprojektes ist ausgezeichnet von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“.

 

Auf einer Fläche von ca. 3.500 m² gibt es insgesamt 45 Wohn- und Gewerbeeinheiten. Familien, Paare, Alleinstehende, Studenten, Alt und Jung, Menschen mit und ohne Behinderung spiegeln gesellschaftliche Vielfalt in einer als Einheit erlebten Gemeinschaft wider.

 

Damit wird die Vision des Inklusionsgedankens durch das „Miteinander“ in VAUBANaise zur Wirklichkeit. Zu diesem „Miteinander“ passt die Rechtsform der Genossenschaft. Die genossenschaftliche Idee setzt Transparenz, Solidarität und Mitbestimmung für alle Mitglieder an oberster Stelle und funktioniert seit langem nach dem Prinzip: "viele kleine Anteile ermöglichen etwas Großes", ganz ohne staatliche Finanzierung.

 

Im Wohnprojekt VAUBANaise werden seit Juni 2013 elf junge Menschen (Vanta11) mit Handicap ambulant begleitet und in Ihrer Entwicklung und Verselbständigung durch die Lebenshilfe Breisgau unterstützt.

 

Wohngemeinschaft für 5 junge Erwachsene (1.OG) 

Fünf junge Erwachsenen haben einen hohen Unterstützungsbedarf und benötigen 24-Stunden-Begleitung. Hierfür wird neben den täglichen, intensiven Leistungen und Unterstützungsangeboten auch eine Nachtbereitschaft gestellt.

 

Einzelappartements für sechs junge Erwachsene (2.OG)

Sechs junge Erwachsene mit unterschiedlichem Unterstützungsbedarf wohnen in den Einzelappartements, welche mit einem gemeinsamen Wohn- und Essbereich verbunden sind.

Hier wohnen und leben auch zwei junge Menschen ohne Hanicap, die sich im Sinne einer Wohngemeinschaft in den Lebensalltag ihrer Mitbewohner einbringen.

Die Eltern, sowie auch die jungen Erwachsenen sind bei der Erarbeitung und Umsetzung des individuell ausgerichteten Assistenzkonzeptes miteinbezogen. Außerdem werden sie, im Prozess der Pflege- und Hilfeplanung begleitet und beraten.

Das ambulante Angebot unterstützt Menschen mit Behinderung in ihrer Lebensgestaltung dahingehend, dass sie entsprechend ihrer individuellen Wünsche und Fähigkeiten so selbstständig wie möglich in einer eigenen Wohnung leben können.

 Dabei werden sozialpädagogische Hilfen, Hilfen im Bereich der Gesundheitsfürsorge und Begleitung auf Basis von kooperativer, professioneller Unterstützung und der Empowerment-Orientierung (Stärkung und Nutzung von individuellen und sozialen Selbsthilferessourcen) angeboten. Dazu gehört auch, dass junge Menschen gemäß Ihres Bedarfs pflegerische Assistenz und Anleitung in Ihrem Alltag erhalten können. Eingliederungshilfe und pflegerische Leistungen gehen dabei Hand in Hand und werden durch ein interdisziplinäres Team aus Pflegekräften, PädagogInnen, HeilerziehungspflegerInnen und AssistentInnen im Team ungesetzt.

 

Um die Förderung der Selbstbestimmung und Individualität der elf jungen Erwachsenen zu unterstreichen kommt das Konzept der "Bezugsbegleitung" zum tragen:

"Bezugsbetreuung stellt ein organisatorisches und pädagogisches Konzept dar, dass die größtmögliche individuelle Betreuung und Versorgung von hilfebedürftigen Menschen im Kontext einer Hilfestruktur...durch Bündelung von Zuständigkeit und Verantwortung sowie durch Schaffung einer individuellen, professionellen und tragfähigen Beziehung ermöglicht." (Buddenbaum 2003)

 

Die Dienstleitung der Begleitung und Unterstützung im pädagogischen und pflegerischen Bereich, erfolgt auf Basis von individuellen Assistenzverträgen. Diese Form der Leistungserbringung ist für uns Ausdruck eines zeitgemäßen Dienstleistungsverständnisses gegenüber Menschen mit Behinderung.

 

 

Weiter Informationen erhalten Sie bei Daniela Elsäßer (elsaesser@lebenshilfe-breisgau.de) unter der Nummer 0761 479998-177 oder unter www.vaubanaise.de

 

ZDF-Beitrag: Wie-wollen-wir-morgen-leben?

 

 

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